Was versteht man unter regenerativer und konservativer Landwirtschaft?
Es ist kein Geheimnis, dass unser Ökosystem aktuell mit großen Schwierigkeiten und erheblicher Not zu kämpfen hat. Obwohl die Landwirtschaft laut einem Bericht der Food and Land Use Coalition (FOLU) die Hauptnahrungsquelle für den Menschen ist, ist sie auch „eine Stressquelle für die Ökosysteme und eine Gefahr für die Artenvielfalt”.
Der Wasserverbrauch, der Einsatz von Pestiziden, die Viehhaltung und Intensivkulturen sowie die Schadstoffemissionen durch Kraftstoffe sind nur einige der zahlreichen Faktoren, die diese traurige Bilanz der Landwirtschaft zuschreiben.
Deshalb ist jetzt ein neuer Ansatz erforderlich, ein Paradigmenwechsel in der Produktion zugunsten einer Logik, die in der Lage ist, das Ökosystem des Bodens aus chemisch-physikalischer und biologischer Sicht zu erhalten. Ein Ansatz, der auf die ökologische Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, wie etwa der der konservativen und regenerativen Landwirtschaft.
Mit diesen Begriffen beziehen wir uns auf Verfahren, die den Boden regenerieren, anstatt ihn zu erschöpfen, den Kohlenausstoß reduzieren und den Klimawandel bekämpfen. Die am weitesten verbreiteten Verfahren in diesem Sinne sind:
- Steigerung der Artenvielfalt: Integration verschiedener Nutzpflanzen und Verfahren der Agroforstwirtschaft
- Minimale Bodenstörung: das Pflügen und andere Bodenbearbeitungspraktiken verringern oder komplett ausschließen
- Bodenbedeckung: Deckpflanzen erhalten, um den Boden vor Erosion zu schützen
- Fruchtfolge: wechselnder Anbau verschiedener Kulturen, um einem Nährstoffmangel im Boden vorzubeugen
- Kompostierung: Verwendung von organischem Kompost, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern
- Erhaltung der Wasserressourcen: Verbesserung der Fähigkeit des Bodens, das Wasser zu speichern und weniger für landwirtschaftliche Aktivitäten zu verbrauchen
Diese und viele andere Verfahren sind bereits seit geraumer Zeit weit verbreitet und befinden sich in ständiger Weiterentwicklung. Doch welchen Beitrag können wir leisten? Auch Landmaschinen können im Rahmen dieser Verfahren eine aktive Funktion übernehmen.
Nachhaltigere Landmaschinen, das ist heute Realität
Die Mechanisierung der Landwirtschaft trägt positiv zum Paradigmenwechsel bei. Die Entwicklung und der Bau neuer Maschinen, die sich besser für den Ansatz der nachhaltigen Landwirtschaft eignen, wird eine immer dringlichere Notwendigkeit.
Bezüglich der Konstruktion und dem Einsatz von Traktoren sowie landwirtschaftlichen Geräten steht ein präzise formuliertes Ziel im Fokus: die chemisch-physikalische Struktur des Bodens nicht beeinträchtigen. Wie? Durch Anwendung von sich weniger intensiv auswirkenden Techniken der Bodenbearbeitung, die mehr auf die obere Schicht ausgelegt sind, ohne sie zu zerstören. Eine diesbezüglich entwickelte Traktortechnologie ist das ferngesteuerte Reifenfüllsystem, das es dem Fahrer ermöglicht, die Bodenverdichtung zu verringern, indem er den Reifendruck beim Fahren aus dem Feld herabsetzt und ihn beim Fahren auf der Straße wieder erhöht – alles ganz bequem vom Fahrersitz aus.
Landini steht an vorderster Front bei der Entwicklung von Technologien, die die Nachhaltigkeit verbessern und fördern. Das EazyGrip-System ist nur ein Beispiel dafür. Diese auf den Modellen der Serie 7 verfügbare Lösung regelt den gewünschten Druck und stoppt bei Erreichen der voreinstellten Stufe automatisch, verringert damit die Bodenverdichtung, den Kraftstoffverbrauch, den Reifenverschleiß und führt demzufolge zur Optimierung der Ertragsfähigkeit des Bodens.
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